Die massiven Neubaukörper auf dem Süllberg sind Ergebnis eines langwierigen Planungsprozesses. Sie wurden der Öffentlichkeit als "abgespeckte Baumasse" verkauft. Der überwiegend aus historischen Gebäudeteilen bestehende Gastronomiebereich konnte relativ schnell vermietet werden. Mit Witzigmann - Schüler Karlheinz Hauser hat der Süllberg nach 12 Jahren wieder einen Topgastronomen, der bereits einen Michelinstern erkochte. Mehrere Restaurants bieten trotz der herrschaftlichen Lage ein differenziertes Preisgefüge.

 
Süllberg

Der Kampf um die Süllbergbebauung war über Jahre das brennendste Thema in Blankenese.

 
 

Seit 1837 befand sich die Bergkuppe im Besitz der Gastronomenfamilie Rohr. 1990 kauft Immobilienmogul Roland Ernst aus Heidelberg das Anwesen für angebliche 16 Millionen DM von den Vorbesitzern. Diverse Baupläne scheitern, Tausende protestieren mit nächtlichen Fackelzügen gegen die Süllbergbebauung. Nach 6 Jahren einigt sich eine Bürgerinitiative mit dem Verhandlungsführer des Roland Ernst, dem Porsche fahrenden Expressionistenenkel Hans Georg Barlach, über die Bebauung. In der Bauphase stürzt dann unter seltsamen Umständen ein denkmalgeschütztes Gebäude zusammen. Anfang 2000 kommt Roland Ernst wegen Betrugsverdacht in U-Haft und stellt Insolvenzantrag. Eine Auffanggesellschaft sorgte für die Fertigstellung des umstrittenen Großbauvorhabens. Heute ist der Süllberg in Blankenese im Besitz von Horst Rahe, dem früheren Max-Bahr-Chef.

 
 
Gosslerhaus