Zauberhafte Parkanlagen, meist im Stil des englischen Landschaftsparks gestaltet, drapieren sich rund um alle bedeutenden Blankeneser Herrenhäuser, fast als seien sie soeben aus dem Füllhorn Demeters verstreut worden. Eine besondere Lust ist es, im April/Mai in ihnen zu wandeln, zur Zeit der Rhododendrenblüte. So in Goßlers, Hesse und Baurs Park, deren abschüssiges Gelände in den Wintermonaten als Rodelfläche dient. Baurs Park gehörte einstmals zu den interessantesten. Die Kaufmanns- und Bankiersdynastie ließ den kargen, von eiszeitlichem Geschiebe hier hinterlassenen Geestrücken um 1800 von dem bedeutenden französischen Landschaftsarchitekten Ramée gestalten. Er beschaffte Mutterboden aus dem Alten Land und verzierte die Einöde mit einer großen chinesischen Pagode, einer Burgruine sowie einer Orangerie, ganz dem Zeitgeist entsprechend. Von dieser Pracht ist außer dem mächtigen Baumbestand allerdings nichts mehr verhanden. Neben den Blankeneser Privatgärten bietet Schroeders Park oberhalb von Schinkels Wiese riesige Rhododendrenbüsche, deren zartlila Blüte von gelben Duftazaleen untermalt wird. Der weite Blick über den Fluss ist inzwischen leider mangels Gehölzpflege zugewachsen.
Besucher des Puppenmuseums im Sven-Simon-Park können von der Parkterrasse aus die Aussicht auf den breiten Strom genießen, um eventuell anschließend über den Elbhöhenwanderweg in das Treppenviertel zu gelangen. Der Weg führt am Römischen Garten vorbei, der an ligurische Küstenlandschaften erinnert. Die üppige Blütenpracht des Gartens, ein in der Sonne blinkender Goldfischteich sowie die romantisch gelegene Freilichtbühne sind ein Geschenk der jüdischen Bankiersfamilie Warburg an Hamburg. Die Stadt hat seit langem angekündigt, den alten Rosengarten originalgetreu wiederherstellen zu wollen, bislang blieb es dabei.

 
  Hirschpark Pfauen  

Das absolute Glanzlicht unter den Blankeneser Parks ist der an der Elbchaussee gelegene Hirschpark mit dem Wildgehege. Früher gab es im Gatter Rotwild zu sehen, nachdem jedoch Leithirsch Fritz einige Zaunarbeiter angegriffen hatte, wurde der Wildbestand auf kleinere Sikahirsche reduziert.

Kleine Hirschparkgeschichte

 

 
Hirschpark Pfau Blankenese Pfau Hirschpark Pfau Die farbenprächtigen Pfauen sind bei den Hirschparkbesuchern ein ebenso beliebtes Fotomotiv wie die gepflegten Blumenbeete, der Renaissancegarten vor Café Witthüs und der uralte, knorrige, teilweise ausgehöhlte Baumbestand der Lindenallee.  
 
 
Gosslerhaus