Schräg gegenüber Blankenese liegt das Gelände der Airbus Industrie. Hier erfolgt eine Teilfertigung des neuen Großraumflugzeugs Airbus A380. Auch ein Auslieferungszentrum für die Kunden aus aller Welt ist geplant.
Über das Großprojekt wurde heftig gestritten. Einige Anwohner haben sich lange geweigert, ihre Grünflächen zu verkaufen, die für eine Landebahnverlängerung benötigt werden. Da ein Obstbauer in letzter Minute den Weg für die Landebahnverlängerung frei machte, kann der A380 jetzt von Finkenwerder aus starten.


 

 

 

Das Mühlenberger Loch wurde in Rekordzeit verfüllt und mit Montagehallen für den A380 bebaut.

 

 
  Kritiker des Airbus – Erweiterungsprojektes halten die Subventionssumme pro hier entstandenem Arbeitsplatz für unangemessen hoch. Umweltinitiativen wollten bereits im Vorfeld der Planungen die Verfüllung und Bebauung des Landschaftsschutzgebietes Mühlenberger Loch verhindern. Ein Argument ist der durch die an- und abfliegenden Riesenjets entstehende Lärm. Weitere Argumente der Erweiterungsgegner waren die Landschaftsverschandelung und ein mögliches Absacken des Elbhanges durch geänderte Strömungsverhältnisse.


 

Extreme Pessimisten hielten sogar den Süllberg durch das Einrammen der Spundwände um das Mühlenberger Loch für einsturzgefährdet. Der Straßenname 'Rutsch' belegt jedoch, dass Blankenese seit jeher mit seiner extremen Hanglage Probleme hat. Dem Erosionsphänomen versucht man, mit Weidenflechtzäunen und massiven Einfriedungsmauern zu begegnen. Ob die Hangerosion durch die geänderten Strömungsverhältnisse oder durch die massive Bergkuppenbebauung hervorgerufen wird, ist zumindest fraglich.

 
 
Gosslerhaus